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Ein Alptraum: Resident Evil Die Umbrella Verschwörung

 
Resident Evil überzeugte bereits vor der Veröffentlichung dieses Romans viele Gamer vor der Konsole mit Horroreffekten und ähnlichem. Doch ist es überhaupt möglich, diesen Klassiker entsprechend in einem Roman festzuhalten? Bekommt der Leser das gleiche Horror-Feeling wie in dem Spiel? Gehen wir der Sache doch mal auf den Grund.

Der Roman hat gegenüber dem Spiel einen klaren, entscheidenden Vorteil: Er hat keine Kapazitätsgrenze. Ein Spiel ist mit einer entsprechenden Kapazität begrenzt und ist daran gebunden, zumindest wenn nur eine einzige CD benutzt werden soll. Ein Roman hingegen kann unendlich viele Seiten haben, was man z.B. besonders an den Harry Potter Büchern sieht, welche zum Teil über 4000 Seiten aufweisen konnten. So ist es dem Roman möglich, die Geschehnisse viel besser zu beschreiben. Auch bietet er die Möglichkeit der eigenen Vorstellungskraft. Das Spiel zeigt euch das fertige Bild, was beim Lesen des Romans die Fantasie übernimmt. Ob das nun ein Vorteil ist, oder nicht, liegt im Auge des Betrachters, aber meiner Meinung nach punktet der Roman, welcher von S.D. Perry verfasst wurde, im Bezug auf die Story mehr. So erfährt der Leser z.B. die Gedanken der Protagonisten in verschiedenen Situationen, was für den Leser ein wichtiger Fixpunkt, für die Hineinversetzung in die entsprechenden Personen, ist --> Im Spiel spielen nicht die Gedanken der Protagonisten eine Rolle, sondern die Gedanken des Zockers.

Doch worum geht es denn eigentlich genau bei Resident Evil? Die Handlung beginnt mit einer kurzen Erklärung der Situation von Raccoon City, eine erfundene Hauptstadt in Amerika. Die Protagonisten bestehen aus verschiedenen Personen, aus denen sich das S.T.A.R.S.-Team (Special Tactics and Rescue Squad --> Kurz: Die besten der Besten unter den Polizisten) zusammensetzt, einige davon weniger wichtig, andere dafür umso wichtiger. Dieses Team teilt sich in 2 separate Teams auf, damit mehrere Einsätze gleichzeitig möglich sind. Da hätten wir zum einen das Alpha-Team und zum anderen das Bravo-Team. In der letzten Zeit bekamen die S.T.A.R.S. immer mehr Berichte über Fälle bezüglich Kannibalismus. Jeden Tag werden mehr Opfer gefunden, die anscheinend "gefressen" wurden. Das Bravo-Team wird daraufhin in den Raccoon-Forest gesandt, um dort die Lage zu überprüfen. Allerdings brach der Kontakt zum Bravo-Team ab, weswegen das Alpha-Team einige Tage später hinterher geschickt wird. Dieses besteht zum großen Teil aus unseren Protagonisten:

Chris Redfield
Chris ist der Meisterschütze des Teams und hat eine langjährige Ausbildung, sowie entsprechende Berufserfhrung hinter sich. Er ist zuverlässig, hilfsbereit und immer da wenn er gebraucht wird. Vom Charakter her ist er mutig und entschlossen.

Jill Valentine
Jill hat eine schwere Vergangenheit gehabt, in der sie sich Fähigkeiten angeeigent hat, die ihr in ihrem Job als Mechanikerin des Teams allerdings sehr nützlich sind. Sie kümmert sich um die Beschaffenheit der Fahrzeuge und ist handwerklich sehr begabt. Ebenfalls kennt sie sich in der Chemie aus. Ihre Team-Mitglieder können sich in jeder erdenklichen Situation auf sie verlassen. Jill überzeugt des Weiteren durch ihre offene, aufgeschlossene Art.

Barry Burton
Barry ist der Waffenexperte im Team. Er kann jede Waffe auseinander bauen und danach sofort wieder haargenau zusammenbasteln. Er kümmert sich um die Beschaffenheit der Waffen, wobei er eine lange Berufserfahrung aufweisen kann. Barry ist der typische "Big Guy" auf den sich jeder verlassen kann. Er ist zwar eher ruhig und spricht nur das Nötigste, behält aber in kritischen Situationen immer einen kühlen Kopf.

Albert Wesker
Wesker ist der Leiter der gesamten S.T.A.R.S. und begleitet das Alpha-Team bei diesem speziellen Fall. Er kann überdurchschnittliche Führungsqualitäten vorweisen, dazu entsprechende Waffen-, sowie Berufserfahrung. Wesker ist eher ein seriöser Typ, was die Sonnenbrille, die er permanent trägt, noch betont.

Rebecca Chambers
Rebecca ist Mitglied im Bravo-Team, für die Story allerdings sehr entscheidend. Mit ihren gerade mal 18 Jahren ist sie das jüngste Mitglied der S.T.A.R.S. und dient als Sanitäterin. Sie ist zurückhaltend und unerfahren, aber dennoch entschlossen und äußerst hilfsbereit.

Das Alpha-Team macht sich also auf die Suche nach dem Bravo-Team und erkundet den Raccoon-Forest. Dabei findet eines der S.T.A.R.S.-Mitglieder, Joseph Frost, eine abgetrennte Hand, woraufhin er mit einem Schrei reagiert. Plötzlich wird er von wilden Wölfen angegriffen die ihn zerfleischen...doch Moment...Wölfe? Nein, das waren keine Wölfe. Es waren Hundeleichen....wandelnde Hundeleichen. Das Team, völlig überfordert mit der Situation, flüchtet in ein nahe stehendes Herrenhaus und findet sich in einer riesigen Haupthalle wieder. Dort wird Chris von Wesker aufgetragen, das Haus ein wenig zu erkunden. Mutig macht Chris sich also auf und entdeckt vorerst nichts ungewönliches. Plötzlich sticht ihn ein Geruch in der Nase. Es riecht nach...Fäulnis. Kurz darauf entdeckt er auch warum: Eine wandelnde Leiche versucht ihn zu packen und zu beißen. Zurück in der Halle wundern die Drei sich, wo Chris so lange bleibt, daher folgen Barry und Jill ihm. Sie entdecken die wandelnden Leichen (allerdings kein Anzeichen von Chris), oder auch kurz "Zombies", ebenfalls und wollen daraufhin Wesker Bericht erstatten, welcher plötzlich verschwunden ist. Die beiden beschließen daher, sich aufzuteilen und getrennt nach Chris und Wesker zu suchen. Ab diesem Moment springt der Roman in einzelnen Kapitel zwischen den Protagonisten hin und her. So erfährt der Leser, was jeder der Protagonisten durchlebt.

Resident Evil Die Umbrella Verschwörung fesselt den Leser also durchaus, besonders z.B. durch die detaillierten Beschreibungen der einzelnen Situationen. Dem Leser wird alles haargenau beschrieben, jeder einzelne Schreckensmoment beschreibt die Panik der Personen, vor allem in inneren Monologen, mehr als deutlich und wird dem Leser ebenfalls ein "Oh-Gott-Gefühl" des Schreckens verdeutlichen.

Der Roman liest sich ausgezeichnet und ist für Gamer, die das Spiel bereits gespielt haben, auf jeden Fall Pflicht, da er viele Hintergründe einfach deutlicher beleuchtet und viel mehr über die Protagonisten preisgibt. Jills Vergangenheit wird z.B. präzise beschrieben, welche im Spiel überhaupt nicht erwähnt wird. S.D. Perry hat das Game als Roman sehr gut umgesetzt und verdient dafür auf jeden Fall ein riesiges Lob.

3.4.12 00:04
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Leni (10.4.12 16:43)
Auch noch wichtig zu sagen ist, dass sich der Roman sehr am Spiel orientiert und nichts großartig verändert.
Das hätte mich nämlich sehr gestört, deswegen war ich froh, dass alles so geblieben ist wie es auch im Spiel ist.
Super Buch =D


Madgames (13.4.12 02:52)
Ja das ist natürlich eine wichtige Ergänzung - vielen lieben Dank
Dennoch kann ich da auch nicht komplett zustimmen Die Story an sich ist dieselbe und zu 95% ist auch wirklich das Spiel übernommen worden, allerdings wurden einige Logik-Kleinigkeiten verbessert, wie z.B., dass Chris ja zuerst geht und Barry und Jill ihm folgen. Im Spiel fehlte je nach Charakterwahl Barry bzw. Chris ja einfach schon eim Eintritt in das Herrenhaus

Aber vielen lieben Dank fürs Erwähnen!

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